Narbenkorrektur

NARBEN
Als Narbe wird ein minderwertiges, faserreiches Ersatzgewebe bezeichnet, das einen Endzustand der Wundheilung darstellt. Eine Narbe entsteht bei Verletzungen der Lederhaut. Bei traumatischen und andersartigen Läsionen mit Durchtrennung oder Verlust von Gewebe wird die entstandene Lücke durch Granulationsgewebe aufgefüllt und schließlich durch kollagenreiches Bindegewebe ersetzt, das sich im weiteren Heilungsverlauf strafft. An den Verletzungsstellen bildet sich eine Narbe.

Faktoren, die Narben in ihrem kosmetischen Aussehen beieinflußen:
  • Länge und Anzahl von Nähten, Blutung, Druck,
  • Alter (höhere Heilungsquote bei Kindern),
  • Narbendurchschneidung in den Hautlinien mit minimaler Spannung,
  • Narbenform,
  • Nahtart,
  • Narbenlokalisation (Kinn, Brustbein, Oberarm, der obere Rückenteil sind die Körpergebiete erhöhten Risikos);

Die meisten Narben benötigen keine spezialistische Behandlung und heilen sich idiopathisch. Es kommen aber Narben vor, die unregelmäßig, derb, rot und verdickt sind, sowie Narben, die sowohl über den ursprünglichen Wundbereich als auch über die Wundränder wuchern. Diese Narben sind nicht nur ästhetisch störend, sondern auch können die Gesundheit beeinträchtigen, weil sie Kontrakturen, Schmerz und Juchreiz zur Folge haben.
Atrophe Narben - sie entstehen, wenn wegen einer gestörten Wundheilung zu wenig neue Bindegewebsfasern gebildet werden, besonders nach Akne, Pocken

Behandlung:

Narbenkeloide – sie bleibt auf das ursprüngliche Verletzungsgebiet beschränkt und verkleinern sich mehrere Jahre lang.

Behandlung:

1) eine Behandlung mit Druckverbänden (4-12 Monate),
2) chirurgische Eingriffe:
- Ausschneiden der Narbe - dabei wird das Narbengewebe entfernt und die Wunde durch ein Hauttransplantat gedeckt, um eine glatte, kosmetisch besser aussehende Narbe zu bekommen,
- Gewebe-Expander - Je mehr der Gewebe-Expander aufgefüllt wird, desto mehr dehnt sich die Haut über dem Expander. Die übermäßig ausgedehnte Haut wird auf die Wunde transplantiert.
3) Pharmakotherapie
- Silikongel-Verbände (z.B. Dermatix, Cicaplast)
- Zwiebelauszüge, Allantoin, Heparinoid (z.B. Contractubex, Cepan – diese Präparate sollen direkt nach der Operation nicht eingesetzt werden),
- Steroidtherapie;

keloideKeloide - sie bleiben auf das ursprüngliche Verletzungsgebiet immer nicht beschränkt und vergrößern sich im Laufe der Zeit. Am meisten sind Menschen dunkler Hautfarbe betroffen. Es ist schwer, zwischen Keloiden und Narbenkeloiden histologisch zu unterscheiden.

Behandlung:

  • Injektion von Triamzinolon (insbesondere bei Brennen und Juckreiz),
  • Okklusionsverbände mit Fluorsteroide;

Es stehen viele Methoden von Narbenbehandlung zur Verfügung. Das Endergebnis wird durch unterschiedliche Kofaktoren bedingt, nämlich Narbenform, ihre Größe, Tiefe, Körperbereich, an dem die entsteht, sowie der Zeitabstand zwischen Verletzung und Behandlungsbeginn. Da sich die Narbe innerhalb von einem Jahr entwickelt, kann man diese Zeit nutzen, um das Aussehen von Narbe positiv zu beeinflußen.