Entfernung von Tätowierungen

Ein wenig Geschichte
Die Tätowierkultur hat eine lange und interessante Tradition. Das Tätowieren ist eine der strittigsten Schmuckmethoden, deshalb kann sie bei einigen negativ assoziert und oft als Verstrickung ins kriminelle Milieu interpretiert werden. Die Sitten der Körperbemalung und des Tätowierens reichen noch bis in die vorgeschichtlichen Zeiten zurück. Die auf der Mumie einer von 2000 Jahren v.Ch. lebenden ägyptischen Priesterin befindliche Tätowiereung ist als die älteste aller bekannten Tätowierungen bezeichnet. In der ersten Hälfte des Mittelalters wurde das Tätowieren unter anderem unter den Christen bekannt. Sie haben Kreuze, Fische oder Initiale von Jesus dargestellt. Die Andersgläubigen haben diese Tätowierungen als Gepräge bewertet, die Christen jedoch als Vereinigungssymbol. Die Tätowierenssitten hat die Kirche im Verlauf der Zeit als unwürdig erklärt. Eine enorme Renaissance hat hat die Tätowierkultur im XVII. Jahrhundert unserer Ära erlebt. Diese Tatsache ist auf die Matrosen, die die Südsee bereisten und sich zur Erinnerung an die Seefahrt kleine Bildchen in die Haut schlagen ließen, zurückzuführen. Im XVIII. Jahrhundert haben die Geburtshelferinnen Mütter und Kinder in ärmeren Stadtteilen zu Erkennungszielen tätowiert. Die Jahren 1800-1900 wurden durch eine Modeerscheinung „alles Japanische“ geprägt und somit wurden Tattoos, die in Japan einer breiteren Gesellschaftsschicht vertraut waren und einen Kulturstatus besitzten, gerade immer beliebter. Als im Jahre 1890 die elektrische Tätowierungsmaschine erfunden wurde, scheint der Tattoo-Boom einen Höhepunkt erreicht zu haben, weil man schneller und schmerzloser tätowiert hat. Die Kriegszeiten wurden durch das verstärkte Tätowieren geprägt. Die Soldaten ließen sich tätowieren, damit ihre Leichen identifiziert werden konnten. Während des II. Weltkriegs wurden die Häftlinge in Konzentrationslagern mit an den Unterarmen tätowiereten Buchstaben und Ziffern als Identifikationsnummer versehen. In den 60-er Jahren erlebte die Tätowierkultur wieder ein signifikantes Come-Back. Die Tattoos-Studios mit hohen Standardsbedingungen waren schon in der westlichen Kultur zu finden. Über die Blumenkinder ist die Modeerschienung ‚Tätowieren’ in die Welt der Jugendkultur vorgedrungen. Als bevorzugte Motive gelten besonders Idole. Die Tattoos-Studios bieten heutzutage Dienstleistungen bester Qualität an und erfüllen Erwartungen sowie merkwürdige Wünsche der Kunden. Die mesiten Studios dieser Art sind auch hinsichtlich der hygienischen Bedingungen entsprechend ausgestattet, was zur Folge hat, dass immer mehr Menschen ihr Körper tätowieren lassen. Die Entscheidung für eine Schmucktätowierung muss eingehend nachgedacht werden. Und was tun, wenn das Endergebnis unsere Erwartungen nicht erfüllt? Antwort lautet: Entfernen. Es gibt einige alternative Entfernungsmethoden von ungeliebten Tätowierungen: chirurgische Exzision, Cover-Up, wobei das alte, ungeliebte Bild überarbeitet wird und in ein neues eingebunden, also übertätowiert, Verdeckung durch die Maskierung mit entsprechenden kosmetischen Produkten, sowie die Laserentfernung. Es muss aber immer beachtet werden, dass die vollständige Pigmententfernung manchmal umöglich ist, und das Endresultat die hoffnungsvolle Erwartungen nicht erfüllt.

Laserentfernung von Tätowierungen

Empfehlenswert sind folgende Lasersysteme: CO2-Laser, gütegeschalteter Nd:YAG-Laser, sowie IPL-Technologien.

Wirkmechanismus
Die Entfernung der Tätowierungen durch den Laser beruht darauf, dass das Farbpigment durch ein Laserlicht erhitzt wird, so dass die Zelle mit Farbpigment in der Haut zertrümmert wird. Nach der Sitzung bildet sich eine einheitliche Kruste, die nach 1-2 Monaten von alleine abfällt.

Die Sitzung ist schmerzarm, bei den empfindlichen Patienten kann örtlich die Haut betäubt werden (z.B. mit ELMA-Creme). Mittels IPL-Technologie lassen sich buntartige Tätowierungen entfernen, weil das Vasculight Plus-Gerät eine Möglichkeit anbietet, Parameter individuell auf einen konkreten Patienten optimal einzustellen. Eine Tätowierung zu entfernen, müssen neben der Tätowierungpigmentfarbe folgende Faktoren beachtet werden: Hauttyp, Tiefe des Pigmenteintrags (Dermis, Epidermis), Lokalisation der Tätowierung (am Oberarm, am Rücken u.a.) und ihre Größe. Die Sitzungzeit hängt von der Größe einer Tätowierung ab: man legt einen entsprechenden Filter (8x15 mm oder 8x35 mm) auf die Tätowierung, wodurch die Behandlung schneller verläuft.

Vor der Behandlung
Da Farbstoffpigmente vom Körper abgebaut und abtransportiert werden, treten in Einzelfällen allergische Reaktionen auf. Deshalb bevor man mit der Laserentfernung von Tätowierung anfängt, muss eine Probehandlung eines kleinen Areals erfolgen. Wenn man keine unerwünschten Reaktionen beobachtet, kann man mit der Tattoos-Entfernung beginnen.

Nach der Behandlung
Gleich nach der Laserbehandlung ist die Haut gerötet, innerhalb von zwei Tagen kann die Entfernungsstelle Juckreiz und/oder Brennen verursachen. Um diese unangenehmen Beschwerden zu mildern, empfiehlt es sich, Präparate gegen Entzündung (z.B. Termocool-Gel, Bepanthen, Panthenol) anzuwenden sowie kalte Kompresse aufzulegen. Nach einigen Tagen bildet sich einen Hautschorf. Die Hautverkrüstung löst sich innerhalb von 1-2 Monaten ab. Nach dieser Zeit muss der Patient zur Kontrolle seinen Arzt besuchen, der feststellt, ob sich die Wiederholung der Behandlung notwendig macht. Einige Tage lang nach der Behandlung muss man den Organismus mit Wasser besonders versorgen. Beste Erfolge werden erzielt, wenn die Farbstoffpigmente der Tätowierung regelmäßig nur in einer der Hautschichten eingebracht werden.

Endergebnis
Man muss immer beachten, dass die vollständige Entfernung der Pigmentstoffe nicht erfolgen kann, und nach der Behandlung wird die Haut sicherlich nicht so glatt wie vor Tätowieren. Eine kleine Narbe, die sich nach der Tattoo-Entfernung bildet, lässt sich durch Dermabrasion glätten. Diese Narbe entsteht nicht infolge des IPL-Technologie-Einsatzes, sondern nach einem Stich, mit dem Farbstoffpigmete in die Haut beim Tätowieren eingebracht wurden.