Entfernung von Hautneubildungen


HAUTKREBS
Für weiße Bevölkerungen läßt sich die Tendenz feststellen, dass Menschen am meisten unter Hautkrebs leiden. Diese Erkrankung der Haut stellt etwa 30% aller bösartigen Neubildungen dar. Die meisten derartigen Neubildungen entstehen an sonnenexponierten Körperteilen; am häufigsten tritt Hautkrebs bei regelmäßiger Arbeit oder Aktivität im Freien sowie bei übermäßiger UV-Exposition auf. Im Bereich von Geschlechtsorganen und unteren Extremitäten lässt sich der Hautkrebs auch beobachten.

Ursächliche Faktoren:

  • häufige Sonnenbestrahlung, besonders UV-Exposition
  • Wirkung von Chemikalien wie Arsen, Kohlenwasserstoffe, Herbizide, Fungizide, Erdölderivate, synthetische antimalarische Mittel
  • Tabakrauchen
  • chronische lokale Hautreizung (Fistel, chronische Venostase)
  • Dermatrophie
  • Alterkeratose
  • ionisierende Strahlung
  • Ansteckung mit dem HPV-Virus
Krebsvorstufen:
  • Sonnenkeratose/Alterskeratose (Keratosis actinica/senilis)
  • Hornhaut (Cornu cutaneum)
  • durch ionisierende Strahlung bedingte Hautentzündung mit Rötung und Blasenbildung (Radiodermitis)
  • Sonderformen von Kratosen (z.B. Arsenkeratose, Teerkeratose)
  • Leukokeratose (Leukoplakie) – in der Schleimhaut
  • Mondscheinkrankheit (Xeroderma pigmentosum)
  • Keloide nach Verbrennungen

Symptome

Der Basalzellkarzinom (carcinoma basocellulare, basalioma, BCC)
Bösartiger Tumor, der sehr selten Metastasen in andere Organe auslöst; er wächst infiltrierend, wobei er schwere Schäden zufügt.


Lokalisation: im Gesicht - Nase, Wange, Schläfe, Stirn, Ohren; am Hals, auf den Handrücken.
Symptome: im Anfangsstadium – ein kleines, hartes, elfenbeinfarbenes, glasiges Knötchen; in einem späteren Stadium kommt es im Tumorherd zur Durchsetzung der Knötchen mit bestehenden kleinen Blutgefäßen, wobei an der Oberfläche feine rötliche Linien oder punktförmige Geflechte mit radiären Ausläufern auftreten (Teleangiektasien) . Basalzell-Hautkrebs wächst eher nach innen und es bildet sich ein Geschwür mit Verkrüstung.

Der Stachelzellkrebs (carcinoma spinocellulare, SCC)
Der Stachelzellkrebs ist der zweithäufigste Hautkrebs und der häufigste Hautkrebs, der zwischen Haut und Schleimhaut auftritt. Dieser Tumor nimmt seinen Ursprung in der Stachelzellschicht der Haut. Der Stachelzellkrebs kann im Bereich von unveränderter Haut entstehen; als Krebsvorstufe gelten Sonnenkeratose und Leukoplakie.
Lokalisation: an stark sonnenbeschienenen Stellen (an der Kopfhaut, am Hals, am Rumpf, an den Extremitäten, sowei im Bereich von Geschlechtsorganen).
Symptome: Das klinische Erscheinungbild ist variabel und von der Lokalisation abhängig; im Initialstadium ist oft nur ein leicht schuppender oder mit Krusten bedeckter rötlicher Fleck zu sehen. Mit zunehmendem Größenwachstum bildet sich ein rötlicher Tumor mit Krustenauflagerung und/oder mit Ulzerationen, den Juckreiz, Blutung und Schmerz begleiten können. Der Stachelzellkrebs kann Tochtergeschwüre (2-20% aller SCC) sowohl in nahe gelegenen Lymphknoten als auch in fernen Körperregionen wie Gehirn und Lungen sowie in Knochen bilden.

Behandlung

Chirurgische Exsizion
In der Regel wird der Stachelzell-Hautkrebs sowohl in sehr frühem als auch in fortgeschrittenem Stadium mit einem Sicherheitsabstand zum gesunden Gewebe chirurgisch entfernt. Zum Einsatz kommt auch die Kryotherapie mit flüßigem Stickstoff, die sich besonders für die Krebsvorstufen eignet. Im Bereich von regionalen Lymphknotenstationen, wo Metastasen auftreten, werden diese regionalen Lymphknoten exzidiert werden.
Bei aggressiv eindringenden Hautneubildungen sowie bei Tochtergeschwüren in Lymphknoten gelten Chemo- und Immuntherapie als Behandlung der Wahl.

Prognose
Sofern sich keine Absiedlungen in benachbarte Lymphknoten oder in ferne Körperorgane verbreiten, ist der Krebs in der Regel 100%ig zu besiegen. Das 5-jährige Überleben bei Stachelzellkrebs tritt in 90% aller Fälle auf und hängt haupsächlich von dem Entwicklungsstadium und der Wirksamkeit der ersten Radikalbehandlung ab. Bei Stachelzellkrebs, der die Metastasen in regionale Lymphknoten bildet, liegt die 5-jährige Überlebensrate bei 70%. Bei Absiedlungen in fernen Körperregionen wird der Stachelzellkrebs in 30% aller Fälle bekämpft.

Beispiele für Nachbehandlungseffekte: Entfernung von Hautneubildungen

Entfernung von Hautneubildungen
Vor der Behandlung
Entfernung von Hautneubildungen
nach der Behandlung
Entfernung von Hautneubildungen
Vor der Behandlung
Entfernung von Hautneubildungen
nach der Behandlung
Entfernung von Hautneubildungen
Vor der Behandlung
Entfernung von Hautneubildungen
nach der Behandlung