Die Beseitigung der Muskellücken (Schwangerschaftsstreifen)
Die Schwangerschaftsstreifen ( striae distansae) das sind die paralellen, spindelförmigen Stränge der verdünnten, faltigen Haut, die zuerst aufgedunst, dann atrophisch werden. Ihr Erscheinen ist in der Regel ohne Symptome, manchmal kann es mit dem leichten Juckengefühl, selten Brenngefühl oder Schmerzen verbunden sein.
Die Schwangerschaftsstreifen entstehen auf dem Niveau der Lederhaut und sind die Folge der Fehlfunktion der Fibroblaste, d.i. der Zellen, die zwei Arten der Proteine produzieren: Kollagen und Elastin. Diese Proteine haben Faserform, bilden das Netz und verleihen der Haut die Elastizität, die Straffung und Spannung.
Die Evolutionsphasen der Schwangerschaftsstreifen:
1. In der ersten Phase, Entzündungsphase überwiegt die pseudohypertrophische Komponente, die Streifen sind rot, dunklerot oder rot-blau und liegen parallel. In dieser Phase gibt es die gröβten Chancen, sie zu beseitigen.
2. In der zweiten atropischen Phase folgt die scheinbare Regeneration der Streifen. Die roten Streifen werden heller und kleiner. Das ist die Folge der Versuche, die zerrissenen Netze der Kollagenfaser und der dünnen Elastinfaser zu regenerieren. Da es keine Möglichkeiten gibt, den vorigen Hautzustand zu erzielen, entstehen auf der Haut die sichtbaren weiβen Streifen, die man beim Berühren fühlt. In dieser Phase kann man den Hautzustand bessern, aber es ist nicht möglich die Schwangerschaftsstreifen 100 %- ig zu beseitigen.
Lokalisierung der Muskellücken (Schwangerschaftsstreifen):
Die Schwangerschaftsstreifen befinden sich meistens zu beiden Seiten des Körpers, an jeder Stelle, mit Ausnahme von Gesicht, Händen und Füβen. Auf dem Bauch können sie strahlenförmig oder fächerförmig verlaufen, auf den Hüften quer, auf der Brust strahlenförmig von den Warzen und in der sakrolumbalen Gegend horizontal.
1) Bei den Frau treten die Schwangerschaftsstreifen zwei mal öfters als bei Männern auf, sie können sich in jeden Alter zeigen, meistens in der Pubertätszeit und in der Schwangerschaft. Bei Mädchen treten sie meistens auf den Hüften, im oberen Teil der Oberschenkel und auf der Brust auf.
2) Bei Männern treten sie in der sakrolumbalen Zone und bei den Trainierenden im Schultergürtel.
Die Ursachen der Muskellücken (Schwangerschaftsstreifen):
1) Vergröβter Kortisolstand (Hormon der Nebennierenrinde) im Blut verursacht, dass die Fibroblaste nicht richtig funktionieren und die veränderten Kollagen- und Elastinfaser mit der gröβter Brüchigkeit und kleinerer Ausdehnbarkeit produzieren. Bei der Hautüberdehnung, (z.B.während der Schwangerschaft, in der Pubertätszeit, bei der Obesität, bei dem schnellen Zunehmen) kommt es zum Durchriβ des regelmäβigen Fasernetzes und die Schwangerschaftsstreifen sind die Folge. Da die Oberhaut zugleich dünner wird, werden die Streifen sichtbarer.
2) Vergröβter Östrogenstand (während der Schwangerschaft, bei der hormonalen Konzeptionsverhütung) vergröβert die Möglichkeit der Schwangerschaftsstreifen.
3) Das Einnehmen der Medikamente mit Glykokortokosteroiden (z.B. bei den endokrinologischen Krankheiten, bei Allergien, bei Autoimmunologie) trägt zur Verdünnung der Oberhaut, zum Hemmen der Kollagensythese in der Lederhaut und zur Degradation der schon existierenden Kollagenfaser bei.>br />
4) Die falsche Diät mit wenigen Ernährungsbestandteilen (Vitaminen, Mikro- und Makroelementen). Groβe Rolle spielt hier besonders Zinkmangel.
5) Genetische Neigung – es ist wahrscheinlich, dass die Streifen bei der Tochter in der Zukunft auftreten werden, wenn die Mutter sie jetzt hat.
Prädispositionen zur Bildung der Muskellücken (Schwangerschaftsstreifen) haben:
- dicke Menschen,
- Jugendliche in der Pubertätszeit,
- Frauen während der Schwangerschaft, in der Menopause,
- Kulturisten,
- Personen mit häufigen Gewichtschwankungen (die Streifen können sich während des schnellen Abnehmens zeigen),
- Personen, die häufig niederkalorische Diät haben,
- Personen, die Stereoide einnehmen,
- Personen mit genetischer Neigung.
Prophylaxe:
- häufige Gewichtschwankungen und "Wunderdiät" vermeiden,
- richtige Diät mit genug Vitaminen (besonders A, E, PP, B5) und Mikroelementen (besonders Zink und Silizium), eventuell die Suplementation dieser Elemente mit den fertigen Präparaten,
- Cremes, Gels, Öle und Präparate auf der Pflanzenbasis, Elastin, Kollagen, Biostymolin, Vitamine, Plazenta, Azetasolamide, Alpha- Hydrosäuren usw. benutzen. In den Präparaten sind auch die Kollagenprekursor enthalten, wie Prolinlineleat, Hydroxyprolinkomplex und andere. Die Art des Cremes ist nicht wichtig, wichtiger sind das Anfeuchten/ Einfetten der Haut und die Massage.
Wichtige Komponente der Kosmezeutika:
a) Auszug vom Centella asiatica- Quelle der Fitoöstrogene, die die Kollagensynthese anregen,
b) Soiaauszüge- Antioxydationswirkung, antiphlogistische Wirkung, Anregung der Fibroblaste,
c) Siliziumverbindungen- Silanole)- fördern die Regeneration der Kollagenfaser und Elastinfaser, bekämpfen die freien Radikale,
d) Natriumbrenztrauben- stimuliert die Aktivität der Fibroblaste,
e) Milchsäure- mindert die Verhornung der Oberhaut,
f) Vitamin A,C,E- die Antioxidationswirkung.
Bei den intensiven körperlichen Übungen sollen sie individeuell vorbereitet werden und zur Sillhouette, zum Alter angepasst werden. Die Übungen müssen progressiv sein; man soll die langdauerten und starken Muskelkrämpfe vermeiden. Die Verbindung der mäβigen Sportaktivität mit der Massage verbessert die Mikrozirkulation und kann für die Tonisierung des Gewebes günstig sein.
Behandlung:
Chemisches peeling mit GlykolsäureDie Glykolsäure mit kleiner Konzentration mindert die Kohäsion der Korneozyte und die Dicke der Hornschicht. Die Glykolsäure mit groβer Konzentration verursacht die Evulsion der Keratinozyte und die Epidermolysis, stimuliert die Produktion der neuen Oberhautzellen und die Synthese der Kollagenfaser in der Oberschicht der Lederhaut. Deswegen verursacht sie bei wiederholter Therapie die Verdickung der Lederhaut und der Oberhaut.
MikrodermabrasionSie regeneriert die Haut, macht sie elastischer, regt die Zirkulation und die Produktion von Kollagen und Elastin an. Die Behandlung ist schmerzlos und sicher, beruht auf der mechanischen Schuppung der Oberhautschichten mit dem Fachgerät, der die Zellen reibt und ansuagt. Nach der Behandlung ist keine Rekonvaleszenz nötig. Man kann die Behandlung mit dem Peeling mit Glykolsäure oder TCA verbinden.
MesotherapieDie Einspritzung der speziellen Mischungen der verschiedenen Substanzen in das beschädigte Gewebe, um die fibroblastische Reaktion in der Lederhaut mit der Kollagenregeneration hervorzurufen. Man kann die Behandlung mit dem Glykolsäure-Peeling verbinden.
Andere Methoden
Pharmakologische Behandlung: Retinoide (Tretinoin- z.B.Retin A) sind für die Normalisierung der Verhornungsprozesse verantwortlich, haben den Einfluβ auf die Entzündungsprozesse in der Haut, beugen der Kollagendegradation vor, stimulieren die Fibroblaste zur Kollagensynthese.
Dermabrasion- man benutzt dabei das dem Zahnbohrer ähnliche Gerät. Der rotierende Kopf des Gerätes hat die kleinen, scharfen Elemente, die die Oberfläche der Haut aufreiben. Die Behandlung machen die Ärzte für plastische Chirurgie bei der allgemeinen Betäubung oder Lokalanästhesie, je nach der Fläche und Tiefe der Behandlung, nach dem Alter und Zustand des Patienten.
Laser: Farb-, Kupfer, C02-Laser- bei der Behandlung wird die Oberhaut geschuppt durch das Anwärmen und Abpräparieren der Oberhautschichten. Danach sind einige Tage der Rekonvaleszenz nötig, denn die Wunde ist schmerzhaft, gerötet, geschwollen und mit dem Schorf bedeckt.
Chirurgische Entfernung der Muskellücken (Schwangerschaftsstreifen)- einzige endgültige Therapie das ist die Operation, die darauf beruht, dass die Hautfläche mit Streifen entfernt wird, was natürlich die Entstehung der Narbe verursacht.
