Behandlung von erweiterten Endgefäßen
Wie entstehen erweiterte Gefäße?
Der Entstehungsprozess ist komplex (bei Frauen gilt die Östrogen-Wirkung auf die Kapillarmuskeln als Hauptursache). Das erste klinische Symptom ist eine Rötung, d.h. das sogenannte Erythem. Zwar verschwindet es im ersten Stadium, aber im Laufe der Zeit wird es wieder sichtbar und bleibt auf der Haut. Daraus entstehen deutliche, permanent erweiterte Blutgefäße, die sich über Epidermis beobachten lassen. Diese Hautveränderungen nennt man Teleangiektasien.
Teleangiektasien:Permanent erweiterte Kapillare des subpapillären Plexus, die in der Dermis liegen. Sie werden über Epidermis als kleine rote „Fädchen“ sichtbar. In Einzelfällen können sie so eng an sich haften, dass sie wie eine homogene Rötung aussehen.
In Abhängigkeit von Form und Lokalisation unterscheidet man:
lineare Teleangiektasien – Gefäße bilden keine Netze, sie treten paramedian am Oberschenkel und über Kniegelenk auf,
bäumchenartig verzweigte Teleangiektasien - lateral am Oberschenkel lokalisiert,
Spinnen-Teleangiektasien – Gefäße mit gekreuztem und strahlenförmigem Verlauf, mit einem spinnenähnlichen Ausehen, lateral vom breitesten Hauptgefäß
knotenförmige Teleangiektasien - mit unregelmäßigem punktförmigem Verlauf
Äußere ursächliche Faktoren, die die Erweiterung von Blutgefäßen begünstigen:
- übermäßige Sonnenlichtexposition,
- häufige Solariumbesuche,
- Wind,
- große Temperaturschwankungen,
- hohe Feuchtigkeit,
- dauerhafte Anwendung von lokalen Steroiden, insbesondere im Bereich von Gesicht, Hals und Dekolleté, bei Menschen, die anfällig sind (mit dünner Epidermis, bei Hellhäutigen und Kindern),
- Einsatz von Lasersystemen zur Biostimulation.
Passende Pflege der Haut mit erweiterten Gefäßen:
- Schutz vor UV-Strahlung (Sonne, Solariumbesuche, Lasersysteme zur Biostimulation); ausreichendes Lichtschutzfaktor – Schutz vor UV-A/UV-B/IR-Strahlung
- Schutz vor Kälte und Feuchtigkeit – Anwendung von Schutzcremen im Herbst und Winter
- Vermeidung von Überhitzung der Gesichtshaut – mit warmer Luft, während Saunabesuche,
- Zufuhr von mangelnden Vitaminen – besonders Vitaminen B2, PP, C,
- Anwendung entsprechenden Kosmetika/Kosmezeutika für Haut mit erweiterten Gefäßen mit abschwellenden Eigenschaften, z.B.:
-Diroseal, Antirouge (Avene),
-Rosaliac (La Roche-Posay),
-Auriderm XO (Auriga International) – enthält 2%iges Vitamin K in Form von NanosomenVorsicht!!! – Fehler bei Hautpflege sowie Anwendung ungeigneter Kosmetika können die Haut mit erweiterten Gefäßen noch zusätzlich beeinträchtigen.
- Laktobionsäure (z.B. NeoStrata Bionic Face Cream) – Polyhydroxycarbonsäure, die durch antioxidative Eigenschaften gekennzeichnet wird, schützt vor freien Radikalen. Sie hemmt die Wirkung von Enzymen der Basalmembran, d.h. von sogenannten Metalloproteinasen, was der Faltenentstehung, den Teleangiektasien sowie der Hauterschlaffung vorbeugt. Die Laktobionsäure verstärkt die Reparaturmechanismen der Haut (durch Aktivität von Kollagensynthese) und ist für den Schutz vor UV-Strahlung verantwortlich.
Behandlung von erweiterten Gefäßen
In den Blutgefäßen wird die Energie vom roten Blutfarbstoff, d.h. Hämoglobin abgefangen. Die Gefäße erwärmen sich dadurch kurzzeitig und werden zerstört. Den Behandlungseffekt sieht man unmittelbar in Form des sofortigen Verschwindens der Gefässe. Um alle erweiterten Gefäße zu verschließen, benötigt man 1-5 Sitzungen, die innerhalb von einigen Monaten durchgeführt werden. Die Behandlungsdauer insgesamt hängt von Art, Farbe und Größe der zu behandelnden Hautveränderungen ab. Für tiefer reichende Hautveränderungen werden mehrere Behandlungsdurchgänge benötigt.
Histologisches Hautbild
Beispiele für die Nachbehandlungseffekte: Laserbehandlung von erweiterten Blutgefäßen
1. Kapillaren
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![]() 1 monat nach behandlung |
2. Kapillaren
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![]() nach 1 behandlung |
3. Teleangiektasion
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