CO2-Laser (ultragepulst)

Wirkmechanismus:

Der CO2-Laser kommt in der Medizin schon seit 1964 zum Einsatz. Sein Indikationsspektrum verbreitet sich auch in der Dermatologie. Der CO2-Laser emittiert im unsichtbaren Spektralbereich ein Laserstrahl mit der Wellenlänge von 10 600 nm, der vom extrazelullären und intrazellulären Wasser absorbiert wird. Wenn die Laserenergie von einem hydratisierten Gewebe absorbiert wird, kommt es zur Wasserverdampfung sowie zur Koagulation, worauf keine Blutungen bei Laserbehandlung zurückzuführen sind. Die Fläche von koagulierten Bereichen hängt von Impulsdauer. Die minimale Koagulation erfolgt bei Impulsdauer von 1 ms. In den hochmodernen CO2-Lasern stehen supergepulste und ultragepulste Betriebsweisen mit Impulsdauer im Nanosekunden- und Mikrosekundenbereich zur Verfügung. Infolge dessen wird das umliegende Gewebe geschont, und der Heilungsprozess erfolgt fast narbenfrei.

Indikationen zur Laserbehandlung:

  • Fibrome,
  • einige Angiome,
  • Viruswarzen (gewöhnliche Warzen),
  • Feigwarzen (Condylomata acuminata),
  • einige Pigmentnävi (Muttelmale),
  • Tätowierungen,
  • einige Narben,
  • andere Hautauswüchse;

Kontraindikationen zur Laserbehandlung:

- aktive Infektion in der behandelten Hautveräderung (Bakterien- und Virusinfektion, z.B. Herpex simplex),
- Neigung zur Keloid- oder Narbenkeloidbildung (obwohl die Nabren mit Laser behandelt werden können);

Es gibt keine Kontraindikationen zur Laserbehandlung bei Kindern und Schwangeren (falls solche Notwendigkeit besteht), bei Patienten mit gebräunter Haut – ein Grund dafür: Chromophor für den CO2-Laser ist kein Hautfarbstoff (Melanin oder Hämoglobin), sondern Wasser.

Behandlungsetappen:
1. Betäubung – intrakutane oder subkutane Injektion mit Betäubungsmittel. Diese Phase ist die unangenehmste, insbesondere, wenn die Hautveränderungen in Bereichen mit einer guten Nervenversorgung lokalisieren (an den Händen, an den Füßen, im Genitalbereich). Bei einigen oberflächlichen Hautveränderungen (z.B. juvenile Warzen, einige Angiome) ist die Betäubung nicht erforderlich – während der Behandlung lassen sich Wärme und leichtes Brennen empfinden.
2. Verdampfung mit Laserlicht – in Abhängigkeit von der Tiefe und Größe kann man mittels unterschiedlicher Betriebsweisen (normalgepulst, supergepulst, ultragepulst) verdampfen. Der Verdampfungsprozess im hydratisierten Gewebe erfolgt ohne Blutungen. Am nächsten Tag wird die Behandlungsstelle mit einer oberflächlichen braunen Kruste gedeckt.
3. Heilungsprozess und Pflege zu Hause – zum Waschen der Behandlungsstellen kann man Wasser mit Seife nutzen. Man soll diese kleinen Wunden mit Spirituspräparaten auswaschen. Bei größeren Wunden ist es empfohlen, luftdurchlässige Pflaster anzukleben. Wenn solche Notwendigkeit besteht, kann man die oberflächlichen Krusten im Gesicht und am Hals mit Make-up abdecken. Die vollständige Heilungsprozess endet nach 3-4 Wochen.

Unmittelbar nach der Wundheilung soll die Sonnenlichtexposition vermieden werden, damit die neu gebildete Epidermis nicht entfärbt.

Vorteile der CO2-Laser-Behandlung:

1. einfache, kurze, schmerzfreie, in der Regel einmalige Sitzung.
2. Schonung umliegender gesunder Gewebe.
3. einfacher Heilungsprozess – direkt nach der Behandlung kann der Patient gewohnte Tätigkeiten ausfüllen und muss nicht auf sein Privatleben verzichten; es besteht keine Notwendigkeit, einen Verband anzulegen; Waschen und Anwendung von Kosmetika sind direkt danach erlaubt.
4. zufriedenstellendes kosmetisches Effekt
5. Ansteckung mit Gelbsucht und HIV-Virus ausgeschlossen – Sitzung kontaktlos durchgeführt
6. hohe Erfolgsquote
7. niedrige Kosten