Chemisches peeling
PEELING (vom Wort pell [englisch] abschuppen, abreißen, abschälen) das ist die Beseitigung der kosmetischen Defekte und/oder der krankhaften Änderungen von der Oberhaut oder von der Oberhaut und der Lederhaut. Die Oberhaut besteht aus einigen Schichten, die aufeinander liegen. Mit den medizinischen Peelingen kann man die einzelnen Oberhautschichten abschuppen und die Tiefe des Abschuppens regulieren. Andere Bezeichnungen von Peeling das sind: Abrasion, Abschuppen, Chemabrasion, Ablation, Chemexfoliation.
Die Teilung der Peelinge nach der Tiefe ihrer Wirkung:
- oberflächliche- im Bereich der Oberhaut
- mitteltiefe- umfassen die ganze Oberhaut und die obere Schicht der Haut
- tiefe- sie reichen bis in die tieferen Schichten der Haut
Achtung: Je tiefer ist das Peeling, desto grösser ist das Risiko der Nebenerscheinungen z.B. der Melanodermien, Narben, Ansteckungen (z.B. Herpes).
Die Teilung der Peelinge nach ihrer Art:
- mechanische- die Aufreibung der Oberhaut mit den Korundscheiben oder Diamantenscheiben oder Korundkristallen (Mikrodermabrsion),
- physische- mit Laseranwendung (CO2, Er:YAG), dem flüssigen Stickstoff, Distickstofoxid,
- chemische (Chemabrasion).
Chemisches Peeling ist die Methode, die darauf beruht, dass auf die Haut die entsprechende Mischung der chemischen Verbindungen in entsprechender Konzentration aufgetragen wird. Am meisten wird die Glykolsäure benutzt, die man vom Zuckerrohr bekommt, und die anderen Fruchtsäuren (AHA), die in der Natur auftreten. Es wird auch die Trichloressigsäure benutzt. Diese Substanzen dringen tief in die Haut ein und haben den Einfluß auf den Umbau von Kollagen und Elastin, die in der Haut Stützfunktion erfüllen. So verursacht die Serie von Peelinge die Regeneration der Oberhaut und der Haut, hat die verjüngende Wirkung, beseitigt die Zeichen des Hautalterns: Melanodermien, kleine Fältchen und andere Hautunzulänglichkeiten.
Substanzen, die bei der Chemabrasion benutzt werden:
- Fruchtsäuren also Alpha-Oxykarbonsäuren, z.B.Glykolsäure,
- Beta-Oxykarbonsäuren, z.B.Salizilsäure,
- Trichloressigsäure (TCA),
- Vitamin A-Säure (Retinol),
- Phenol,
- Resorzin,
- Jessner-Lösung.
Anzeigen für chemische Peelinge:
- Pigmentationsänderungen:
-Sommersprossen,
-Chloasma
-Melanodermien nach der Entzündung
-Linsenfruchtflecken
-Schwangerschaftsstreifen
- Sonnenbeschädigungen:
- Sonnenverhornung
- Altersbeschädigungen:
-Falten
-„müde” Haut - Narben,
- Komedonenakne, Papel- und Pustelakne
- Schwangerschaftstreifen
- Verhornungsstörungen,
-Trockenheit der Haut
-Ichthyosis
Gegenanzeigen:
- Sonnenstrahlenbelastung (sehr sonniger Sommer),
- Hautallergien,
- aktiver Herpes,
- Neigung zur Kelloidenbildung,
- Stand nach einem chirurgischen Eingriff im Gesichtsbereich (bis 2 Monaten),
- Schwangerschaft, Stillen,
- zahlreiche Melanozytnävus,
- zahlreiche Teleangiektasionen,
- Stand nach der Kriotherapie (bis 6 Monaten),
- autoimmunologische Krankheiten ( Kollagenese, Pemphigus),
- gereizte, beschädigte Haut (Erosion, Exkoriation, Abschürfung),
- schwere Akne (zahlreiche Pustel, Eiterzysten)- braucht frühere pharmakologische Therapie,
- perorale Therapie mit Vitamin A-Derivaten (Roaccutane)- die Pause wenigsten 6 Monate ist notwendig;
Qualifikation zur Behandlung:
- über die Qualifikation zu jeder Peelingart entscheidet der Arzt, der die Behandlung durchführt,
- die Anamnese (sie berücksichtigt die früheren und aktuellen Krankheiten, Allergien, frühere Behandlungen der ästhetischen Medizin, eingenommene Arzneien und andere),
- dermatologische Untersuchung,
- die Festlegung der Erwartungen des Patienten (Glättung der Falten, Beseitigung der Aknenarben, der Melanodermien u.ä.)
- Wahl des richtigen Präparats und der richtigen Konzentration für Peeling,
- Anweisungen zur Hautvorbereitung auf die Behandlung;
Vorbereitung auf die Behandlung:
- zwei Wochen vor dem Peeling ist die Hautvorbereitung empfehlenswert; man
sollte eine der Cremes anwenden, die:
1. 8-10 % AHA enthalten- sie mindern den pH-Wert der Haut von 5,5 bis 4,5 und verursachen, dass die eigentliche Behandlung effektiver ist und man kann dabei die Personen erkennen, die gegen die Glykolsäure überempfindlich sind,
2. Hydrochinon oder andere Entfärbungsverbindungen enthalten- im Falle der Melanodermienbeseitigung, das entsprechende Präparat hilft der zur Bahandlung qualifizierende Arzt zu wählen, - eine Woche vor der Behandlung soll man keine Depilation und Elektrolyse durchführen, kein Wachs , keine aufreibende Schwämme, Dermabrasion, Retinoide und reizende Präparate benutzen,
- Die Haut kann mechanisch bei einer Kosmetikerin gereinigt werden wenigstens eine Woche vor dem Peeling,
- die Männer sollen sich eine Stunde vor der Behandlung nicht rasieren,
- am Tag der Behandlung soll man auf die Haut das Präparat mit dem Sonnenschutzfilter mit dem Faktor wenigstens SPF30 auftragen.;
Die Behandlung
- Auf den Kopf setzen wir eine Kappe oder ein Band, wir bedecken den Hals und das Dekolette.
- Wir entfernen gründlich das Make-up von der Haut (wir besitzen eine Reihe von Präparaten zu diesem Zweck, die zu dem Hauttyp und zu den Hautproblemen angepasst werden; man muss also nicht ohne Make-up zu uns kommen).
- Wir entfetten die Haut mit der speziellen Flüssigkeit oder mit einem Pre-Peel- Mittel.
- Auf die feinen Zonen, d.h. bei Augen und Lippen tragen wir zum Schutz das Vazelin auf.
- Um das Brennengefühl zu eliminieren, schalten wir einen Lüfter ein, der die behandelten Zonen kühlt;
Glykolsäure:
Es gibt die Glykolsäure
mit verschiedenen Konzentrationen und verschiedenen pH-Werten. Bei uns haben wir
die Glykolsäure mit den Konzentrationen: 20%, 30%, 50% und 70%. Der pH-Wert
beträgt von 1,6 bis zum 0,6. Die Säure mit entsprechender Konzentration wählt zu
jeder Behandlung der Arzt.- Mit dem speziellen Pinsel wird das Präparat auf die ganze behandelte Oberfläche aufgetragen.
- Die Schichten der Oberhaut werden abgeschuppt.
- Die Zeit der Exposition (ca.5 Minuten) ist von der individuellen Empfindlichkeit des Patienten abhängig.
- Die Neutralisation der Säure mit dem Post-Peel-Präparat;
In welchen Fällen ist das Peeling mit der Glykolsäure zu empfehlen?
- bei den oberflächlichen Gesichts-, Hals-, Dekolette-, Armenfalten
- bei verschiedenen Melanodermien,
- bei den oberflächlichen Aknenarben,
- bei den Altersänderungen.,
Nach dem Peeling mit der Glykolsäure:
- Das richtige Abschuppen kommt während der Behandlung vor,
- Das Gesicht kann 24-48 Stunden ein wenig gerötet und zusammengezogen sein, die kleinen Schorfe sind möglich,
- Keine langfristige Rekonvaleszenz ist notwendig (man kann gleich zur Arbeit kommen);
Nach 10-14 Tagen ist die nächste Behandlung empfehlenswert; um die gewünschten Effekte zu erzielen, ist die Serie von 6-8 Behandlungen je 10-14 Tage zu machen. Man kann die Behandlung 2 mal pro Jahr durchführen.
Trichloressigsäure (TCA)
Es gibt die
Trichloressigsäure mit verschiedenen Konzentrationen von 10% bis 50%. Die Säure
mit entsprechender Konzentration zum Peeling wählt zu jeder Behandlung der Arzt,
meistens sind das die Konzentrationen von 20- 35 %.- Mit einer Spatel mit dem Wattebausch wird das Präparat auf die ganze behandelte Oberfläche aufgetragen.
- Nach etwa 1-3 Minuten hat der Patient das unangenehme Gefühl des Hautbrennens. Man kan dieses Gefühl minimalisieren, wenn man einen Lüfter oder die gekühlten Gelbeutel, die sogenannten cold pack benutzt.
- In dieser Zeit bemerkt man, dass die Oberhaut weiß wird, das zeugt von der richtigen Hautreaktion.
- Nach mehreren Sekunden oder nach einigen Minuten gibt es keine unangenehme Gefühle mehr. Die Zeit ist von der individuellen Hautempflindlichkeit abhängig.
- Man kann wieder 1-3 Schichten TCA auftragen, besonders auf die Zonen, wo wir die besseren Effekte erwarten. Man kann auch die Haut leicht drücken, damit die TCA besser eindringen kann.
In welchen Fällen ist das Peeling mit TCA empfehlenswert?
- bei den oberflächlichen Melanodermien, Sommersprossen,
- bei dem Hautbeschädigungen durch die Sonne,
- bei den oberflächlichen Falten,
- bei den atrophischen Aknenarben.
Nach dem Peeling mit TCA:
- Gleich nach der Behandlung ist die Haut gerötet, mit sichtbaren weißen Stellen, nach einigen Minuten sind die weißen Stellen unsichtbar, die Haut wird sofort glatt,
- das richtige Abschuppen beginnt nach 2-3 Tagen, die Haut wird braun, der Patient hat das Gefühll, als ob er "eine Schale" auf der Haut hätte. Dann kommt es zu dem langsamen Oberhautabschuppen- das dauert 3-4 Tage lang.
- Man darf die abschuppende Oberhaut nicht reißen! Sonst können die Entfärbungen und/oder Narben entstehen.,
- Der Patient muss in der Zeit des Abschuppens zu Hause bleiben (3-4 tage)- man kann das Problem so lösen, dass das Peeling am Mittwoch oder am Donnerstag gemacht wird, damals ist das intensivste Abschuppen am Wochenende.
Die nächsten Behandlungen mit der TCA (4-6) werden je 4 Wochen gemacht.
Jessner-Lösung
das ist
die Mischung von Resorzynol, Salizylsäure, Milchsäure und 96%- Ethanol- Das Präparat wird auf die Haut mit dem speziellen Pinsel aufgetragen,
- Nach 1-3 Minuten empfindet der Patient die unangenehmen Gefühle des Hautbrennes; man kann die Gefühle mit einem Lüfter oder den gekühlten Gelbeuteln die sogenannten cold pack minimalisieren.,
- In dieser Zeit bemerkt man, dass die Oberhaut weiß wird, was von der richtigen Hautreaktion zeugt,
- Nach mehreren Sekunden oder einigen Minuten gibt es keine unangenehme Gefühle mehr; die Zeit ist von der individuellen Hautempfindlichkeit abhängig,
- Man kann wieder 1-3 Schichten der Lösung auftragen, besonders auf die Zonen, wo wir die besten Effekte erwarten, man kann auch die Haut ein wenig drücken, damit die Lösung besser eindringen kann.
In welchen Fällen ist das Peeling mit der Jessner-Lösung empfehlenswert?
- bei den entzündliche Melanodermien,
- bei der Komedonenakne,
- bei Personen, die die Isotretinoin (Roaccutan) nicht vertragen;
Nach dem Peeling mit der Jessner-Lösung:
- Gleich nach dem Peeling ist die Haut gerötet mit sichtbaren weißen Stellen, nach einigen Minuten sind die weißen Stellen nicht mehr sichtbar und die Haut wird glatt,
- Das richtige Abschuppen beginnt nach 2-3 Tagen, die Haut wird braun, der Patient hat das Gefühl, als ob er "eine Schale" auf der Haut hätte. Dann kommt es zu dem langsamen Oberhautabschuppen- das dauert 3-4 Tage lang,
- Man darf die abschuppende Oberhaut nicht reißen! Sonst können die Entfärbungen und/oder Narben entstehen,
- Der Patient muss in der Zeit des Abschuppens meistens zu Hause bleiben (3-4 Tage)- man kan das Problem so lösen, dass das Peeling am Mittwoch oder am Donnerstag gemacht wird, damals ist das intensivste Abschuppen am Wochenende.;
Die nächsten Behandlungen mit der Jessner-Lösung (4-6) werden je ca. 4 Wochen gemacht.
High Potency Pell (HPP):
- Es enthält: 70%- Glykolsäure, 4%-Essigsäure, 0,5%- Brenztraubensäure, 1,5% -Brenztraubenäthyl, 1 % -Propylenglykol
- Keine besondere Hautvorbereitung auf die Behandlung ist nötig (d.h.die Cremes mit AHA),
- Die Behandlung verläuft identisch wie die Behandlung mit der Glykolsäure.
In welchen Fällen ist das HPP- Peeling empfehlenswert?
- bei schlaffer Haut,
- bei atrophischer Haut,
- beim Altern,
- Sehr gute Effekte gibt es im Bereich des Halses und des Dekolettes,
- Es wird bei der Akneheilung eher nicht verwendet.
NEU!!!
Die Vorschläge von Peelinge, die Glykolsäure und SRS verbinden:
- Zitronensäure- vor dem AHA- Peeling für die alternde Haut (Antioxidationswirkung).
- Koiasäure (mit Zitronensäure und Arbutin)- vor dem AHA-Peeling für die Haut mit Melanodermien (Entfärbungswirkung).
- Mandelsäure (mit Zitronensäure vor dem AHA-Peeling oder Jessner-Lösung-Peeling für die seborrhoische Haut und Aknehaut (mindert die Entzündungen, reguliert die Sebumsekterion);
Allgemeine Anweisungen nach dem chemischen Peeling
- Man darf sich 4 Wochen nicht bräunen,
- Man sollte die Cremes mit Sonnenschutzfilter mit dem SPF-Faktor wenigstens 30 anwenden.,
- Man darf 14 Tage lang keine Cremes mit AHA anwenden,
- Man kann die Cremes mit Vitamin C zweimal täglich anwenden um die Effekte zu erhalten und stärken,
- Das Make-up kann man einige Stunden nach dem Peeling machen (am besten nach 24 Stunden),
- Man darf die abschuppende Oberhaut absolut nicht reißen,
- Intensive Anfeuchtung der Haut ist empfehlenswert;
Nebenerscheinungen und Komplikationen:
- die Gesichtsrötung- meistens wird die Haut nach einigen Tagen nicht mehr rot,
- die Entzündung bei den Lippen,
- Herpesaktivierung (bei den HSV-1 Virusträger)- der Arzt verschreibt Azykolvir für die schnellere Heilung der Änderungen,
- durchgehende Pigmentationsstörungen- besonders bei den Personen, die Melanodermien haben und keinen Sonnenschutz benutzen oder bei den Personen die, die abschuppende Oberhaut reißen.
Bei irgendwelchen Komplikationen ist sofort ein Arzt zu verständigen!
