Botox (Botulinumtoxin)

Wirkmechanismus

Das Botulinumtoxin - auch als Botulinumsgift bezeichnet – ist das stärkste natürliche Toxin, dessen Wirkmechanismus darin besteht, dass die Freisetzung von Azetylcholin – Neurotransmitter, der für die Impulsleitung zwischen Nerven und Muskeln verantwortlich ist, blockiert wird. Das Botulinumtoxin hemmt die Verbindungsbildung zwischen den Nervenendigungen und den Muskeln, d.h. die neuromuskuläre Synapse. Das Botulinumtoxin bindet an die präsynaptische Membran und wird durch die Nervenendigungen aufgenommen; infolge dessen wird der notwendige Neurotransmitter - Azetylcholin, der normalerweise von der Nervenendigung freigesetzt wird, nicht mehr ausgeschüttet. Somit bleibt eine Muskelkontraktion aus und die Falten werden gemindert und geglättet. Dieser Prozess hat sich in der Medizin bewährt.

Die Erkrankungen, bei denen Injektionen mit Botulinumtoxin erfolgreich eingesetzt wurden, sind folgende: bestimmte Formen des Schielens, neurologische Erkrankungen mit Dystonie, sowie die Hyperhidrosis und die Korrektur der mimischen Falten. Obwohl das Botulinumtoxin mit einer feinen Nadel direkt in den Muskel gespritzt wird, ist die Nervenfaser fähig, neue Verbindungen zu bilden. Deshalb lässt die Wirkung von Botulinumtoxin nach vier bis sechs Monaten nach, was die Wiederholung von der Injektion notwendig macht.

Das Botulinumtoxin ist das stärkste bekannte biologische Gift. Es wird von einem obligat anaeroben Bakterium Clostridium botulinum gebildet. Mittlerweile sind 7 verschiedene Typen von Botulinumtoxin bekannt, von A bis G eingeordnet. Der Mensch wird durch die Typen A, B und E vergiftet, meist nach dem Verzehr verdorbener Lebensmittel, insbesondere Konserven. Zwei pharmakologische Präparate mit Botulinumtoxin A sind im Handel erhältlich:

Dysport (Beaufor Ipsen International)
Botox - Allergan

Die in der Medizin eingesetzten Präparate mit Botulinumtoxin werden aus isolierten Bakterienstämmen im Labor hergestellt, gereinigt und in genau abgemessenen Dosen im Vakuum gepackt. Das Botulinumtoxin wird in der Medizin eingestezt. effektiv und gefahrlos.

In der ästhetischen Dermatologie findet das Botulinumtoxin in Glättung der Falten Anwendung. Während einer Behandlung appliziert man die Dosen von 20-60 Einheiten. Es sind also sehr kleine, genau für jeden Patienten individuell abgemessene Dosen, die nur im Injektiongebiet wirken. Die systemische Toxität ist ausgeschlossen, weil die toxischen Dosen für Meschen bei 2,5-3 Tausend von Einheiten liegen.

Indikationen

Dieses Präparat eignet sich für Patienten, die sich insbesondere mimische Falten mindern und glätten wünschen. Diese Falten entstehen schon bei sehr jungen Menschen, weil sie aufgrund der überaktiven Mimik gebildet werden. Bei tiefen Falten kann es sich als notwendig erweisen, die Behandlung mit der zusätzlichen Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure (z.B. Dethail, Juvederm, Restylane u.a.) zu ergänzen. Die Behandlung lässt sich auch mit unterschiedlichen Lifting-Methoden verbinden.

Das Botulinumtoxin wird eingesetzt bei:
  • Falten zwischen den Augenbrauen (Löwenfalten, Stirnfalten)
  • Sorgenfalten der Stirn
  • Falten am seitlichen Augenwinkel (Krähenfüsse)
  • anderen Falten: am Unterlied, um den Mund, am Kinn, im Halsbereich

In der Dermatologie wird das Botulinumtoxin nicht nur zur Faltenglättung, sondern auch zur Behandlung von der plantaren, axillären und palmaren Hyperhidrosis angewandt. Die Injektionen mit Botulinumtoxin sind auch bei den Erkrankungen mit Muskelkrämpfen und Tics, bei der Behandlung von Spastik bei den unter Gehirnlähmung leidenden Kindern, in der Ophthalomologie zur Therapie des Schielens und des Blepharospasmus empfohlen. Das Botulinumtoxin ist auch zur Vermeidung von Migräneattacken geeignet – eingespritzt in einen bestimmten Bereich der Stirn oder des Nackens befreit von heftigen Kopfschmerzen.

Verlauf der Behandlung

Das Botulinumtoxin wird mit besonders dünner Injektionsnadel eingespritzt. Eine bestimmte Dosis wird in entsprechende Punkte im Gesicht injiziert. Die Behandlung ist aber von kurzer Dauer. In Abhängigkeit von den zu behandelnden Punkten (Injektionspunkten) nimmt sie etwa 15-20 Minuten in Anspruch. Die Botulinumtoxin-Behandlungen sind praktisch schmerzlos. Viele Patienten vergleichen den empfundenen Schmerz mit einem Mücken- oder Ameisenbiß, was die Lokalanästhesie nicht erforderlich macht. Um den Komfort dem Patienten zu sichern, kommt die Creme (z.B. ELMA) etwa eine Stunde vor der Behandlung zum Einsatz.

Nach der Behandlung

Die Falten werden völlig oder teilweise beseitigt, der Gesichtsausdruck ist natürlicher und deutlich milder, die Mimik beibt unverändert. Die kosmetisch angewandte Dosis ist mehrfach niedriger als die therapeutische und völlig gefahrlos. Sie ist individuell und den Bedürfnissen entsprechend abgemessen. Die Wirkung tritt in der Regel nach 2-3 Tagen ein. Nach einer therapeutischen Injektion baut sie sich langsam auf und erreicht nach etwa sieben bis zehn Tagen ihren Höhepunkt, was ungefähr bis sechs Monate anhält. Wie lange das Botulinumtoxin wirkt, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Nach dieser Zeit werden die Muskeln wieder aktiviert, was die Wiederholung der Behandlung erforderlich macht. Wenn sich aber eine Patientin der Botulinumtoxin-Behandlung wieder nicht unterziehen kann, bliebt ihre Haut trotzdem jüngerer und entspannter, weil schon einzige Injektion – d.h. sechs Monate der Wikung von Botulinumtoxin – ist sehr vorteilhaft. Meistens werden die Falten geglättet. Dies ist das Resultat einer zusätzlichen Wirkung von Botulinumtoxin. Dieses Ergebnis stellt sich folgendermaßen dar: Wenn wir ein halbes Jahr lang die Stirn nicht runzeln und die Krähenfüsse nicht entstehen lassen, entspannt sich unsere Haut. Wenn also das Botulinumtoxin nicht mehr wirkt, sieht unsere Haut trotzdem jünger aus. Man nennt dies eine Investition in die Zukunft.
Die Botulinumtoxin-Behandlung ist relativ einfach in der Anwendung und unter ambulatorischen Bedingungen einzusetzen. Sie benötigt keine Diagnose. Unmittelbar nach der Behandlung kann der Patient seine gewohnten Aktivitäten wieder auffüllen.

Kontraindikationen:

1) absotule:
  • Störungen der Leitung von Nerven und Muskeln (Myasthenia gravis, Lambert-Eaton- Syndrom)
  • Überempfindlichkeit gegen Präparatzusammenserzung (menschliche Albumine)
  • Einnahme folgender Arzneimittel oder Zeitraum bis zu einer Woche nach der letzten Dosis:
    -Aminoglykoside (Streptomycin, Gentamycin, Amikacin, Kanamycin u.a.)
    -Aminochinolone (Choroquin, Hydroxychloroquin)
    -D-Penizillamin (Cuprenil)
    -Zyklosporine
    -Tubokurarin, Pankuronium, Galamin
    -Succinylcholine
    -Linkomycin, Terazykline, Polymiksin
  • lokale Hautinfektionen
  • Schwangerschaft, Stillzeit
2) fakultative:
  • Blutsgerinnungsstörungen
  • Einnahme von Antikoagulatien

Nebenwirkungen

  • Schmerzempfingung beim Einstichmoment
  • kleine Hämatome an der Einstichstelle, wenn die Nadel ein kleines Gefäß verletzt
  • Senkung der Augenbraue oder Erhebung der Augenbraue im Falle der Behandlung von Sorgenfalten der Stirn
  • kleines vorübergehendes Ödem mit Ameisenlaufen in der Einstichstelle
  • zu starke Schwächung des injizierten Muskels (Hängen des Oberlides, Hängen der Mundwinkel)
  • Kopfschmerzen, die nach der Einnahme von Analgetikum abklingt

Vorsicht: Diese Nebenwirkungen sind transient. Sie gehen meistens nach einigen Tagen zurück. Die zu starke Schwächung der Muskel kann kann 2-6 Wochen anhalten.

Ein Risiko von Narbenbildung oder von Läsionentstehung ist ausgeschlossen. Das Auftreten von Nebenwirkungen hängt vom injizierten Muskels ab. Der Patient soll darüber vom Arzt eingehend aufgeklärt werden.

Nach der Behandlung
  • innerhalb von 0,5-1 Stunde die mimischen Muskeln in den Einstichstellen üben
  • Massagge in den Einstichpunkten vermeiden
  • innerhalb von 4 Stunden nach der Behandlung den Kopf nicht nach unten neigen (z.B. beim Schuheschnüren oder beim Schlafen)

Eignet sich die Botulinumtoxin-Behandlung nur für Frauen?
Die Botulinumtoxin-Behandlung führt zu guten Erfolgen sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Effektive Resultate bei der Beseitugung von Sorgenfalten haben zur Folge, dass diese Behandlungsmethode große Anrekennung unter vielen Geschäftsmännern findet, weil sie ihnen Frische wieder gibt und mehr aufgeschlossen macht, z.B. bei den Verhandlungen.

Powtarzanie zabiegów
Die Botulinumtoxin-Behandlung darf man alle 6-8 Monate, jedoch nicht häufiger als alle 3 Monate, wiederholen. Diese ist eine der Behandlungsmethoden, denen sich die Patienten mit Lust unterziehen, weil sie schnelle und langwierige Erfolge bringt, die für alle bemerkbar sind. Außerdem ist diese Therapie nicht invasiv und einfach in der Anwendung.

Beispiele für Nachbehandlungseffekte: Botox

Frau lässt die Krähenfüsse entstehen

botox
vor der Behandlung
botox
nach der Behandlung

Frau lässt die Krähenfüsse entstehen

botox
vor der Behandlung
botox
nach der Behandlung

Frau versucht, ihre Brauen zusammenzuziehen

botox
vor der Behandlung
botox
nach der Behandlung

Mann versucht, seine Stirn zu runzeln

botox
vor der Behandlung
botox
nach der Behandlung

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